FC Meggen - FC Emmenbrücke

Meisterschaftsspiel FC Emmenbrücke – FC Meggen vom Montag, 1. September 2014

Spielbericht

Nachdem das Spiel am Freitag wegen Sommerregens verschoben werden musste, wurden wir überrascht, dass es automatisch auf den folgenden Montag angesetzt wird. So stimmten wir uns in der dritten Halbzeit gleich auf den Montag ein.

Der Coach konnte dafür fast wieder aus dem vollen Kader schöpfen. Nachdem auch Kisi nach diversen Zugverspätungen in Emmenbrücke eingetroffen war, machten wir uns in der Kabine breit. Es sei hier noch gesagt, dass die Kabine gefühlte 4 m2 gross war – für 17 Spieler und Staff doch ein bisschen wenig…

Bei guten äusseren Bedingungen und einer ansprechenden Zuschauerkulisse ging‘s dann los. Wir hatten das Spiel eigentlich im Griff. Doch der Gegner setzte immer wieder zu gefährlichen Kontern an. So auch in der 17. Minute als ein Weitschuss den Weg ins Tor fand. Weiterhin hatten wir mehr Ballbesitz, aber konnten dabei keine guten Torchancen kreieren. So war es auch nicht verwunderlich, dass ein zweiter Konter in der 31. Minute zum 2-0 führte.

Nun war der Trainer-Staff in der Pause gefragt. Wie bringen wir es fertig, unser Ballbesitz in mehr Torchancen umzuwandeln? Zuversichtlich gingen wir die zweite Halbzeit an. Prompt kamen wir in der 47. Minute zu einem Penalty. Es brauchte aber auch da einen Schmetterantritt von Markus, dass er den Nachschuss verwerten konnte. In der Folge waren wir weiterhin Feldüberlegen. Die wenigen aber gefährlichen Konter entschärfte unser überzeugende Rookie-Torwart Simi mit glanzvollen Paraden. Ab der 70. Minute stellte nun der Coach “Hubé” auf eine 3er-Abwehr um. In der 76. Minute war es dann Marcelinho, der nach einem schönen Solo das 2-2 erzielte. Wir blieben nun offensiv und suchten vehement den Sieg. Dann der Schock – keine Minute später schlug es im Megger-Gehäuse schon wieder ein. Ein abgefälschter Weitschuss fand den Weg ins Tor. 3 Minuten blieben noch zu spielen. Als René am zweiten Pfosten das 3-3 rein hämmerte – nach schöner Vorlage von Kisi (keine Ahnung was der dort vorne macht) dachten viele schon ans Unentschieden. Glücklicherweise gibt es aber bei den Senioren auch eine Nachspielzeit, die es in sich hatte. Mirco, gerade aus den Ferien zurück, glänzte mit einer perfekten Ballannahme und drosch das Leder kurz vor dem Schlusspfiff doch noch zum viel umjubelnden 4-3 Siegtreffer rein.

Wir zeigten eine gelungene Reaktion zum ärgerlichen Cupausscheiden. Nun freuen wir uns auf das erste Meisterschaftsheimspiel vom nächsten Freitag mit hoffentlich vielen Zuschauern in der berühmt berüchtigten Gletscherkurve…

Fc Emmenbrücke – Fc Meggen kurz ausgeführt

Aufstellung: Der FC Meggen startete im bevorzugten 4-2-3-1 in welchem Kisi und Dave die IV bildeten und Sami und Bruno die AV gaben. Davor wurden mit Sevi und Fabu zwei laufstarke 6er aufgestellt. Mars bildete zusammen mit Dinh die Flanken von Phil. Dahinter kam der Oldie Marco zu seinem ersten Einsatz beim FCM als Spielgestalter.

Spieleröffnung: Meggen wählte die Standardspieleröffnung mit den zwei breit stehenden IV und vorgeschobenen AV. Die beiden AV stellten sich an die Seitenline zeigten sich jedoch zaghaft in ihren vertikalen Ausrichtung. Zwei Grundmuster prägten den Spielaufbau: Entweder holte sich Fabu den Ball halb links ab und versuchte den Ball ins MF zu bringen oder es wurde über Kisi auf rechts gespielt welcher versuchte den 10er oder FL in den Halbräumen anzuspielen. Grundsätzlich zeigte sich Meggen geduldig und verlagerte in der eigenen Platzhälfte gut sofern sich keine Optionen für raumgewinnende Spielzüge eröffneten. Emmenbrücke schob geduldig ihre Ketten nach. Sobald der Ball aber in der Mittelzone lag wurde Meggen gut mannorientiert in Zweikämpfe gezwungen. Diese Zweikämpfe wurden oft vom Heimteam gewonnen und leiteten die Konter ein, welche nicht immer geradlinig gespielt wurden. Besonders oft kurvten die FCE MF Spieler im megger Verteidigungsdrittel herum. Hier zeigten sich die defensiven Defizite von Stürmer Dinh auf dem Flügel sowie Staffelungsprobleme links zwischen Mars und Bruno welche sie zu wenig gut unterstützen. Insgesamt konnte die megger Defensive die emmerbrückler Angriffe nach Ballverlusten nicht konsequent stoppen wodurch Meggen oft nicht schnell in eine stabile Abwehrformation kam.

Startaufstellung: Meggen startet im beliebten 4-2-3-1. Die Spieleröffnung gelang meist problemlos über Kisi und dann Fäbu bis in die Mittelzone. Danach blieben die Spielideen aber aus und Emmenbrücke konnte einige schnelle Konter spielen.

Startaufstellung: Meggen startet im beliebten 4-2-3-1. Die Spieleröffnung gelang meist problemlos über Kisi und dann Fäbu bis in die Mittelzone. Danach blieben die Spielideen aber aus und Emmenbrücke konnte einige schnelle Konter spielen.

Im Spielaufbau von Emmenbrücke kriegten die FCM Flügel wenig Zugriff auf die Spielauslösung vom FCE und wurden überspielt oder konnten den Angriff nicht genügend leiten. Auch im gegnerischen 6er Raum fanden die Emmenbrückler genügend Raum um ihre Angriffe zu lancieren da die MF-Kette zu wenig eng stand und es beiden zentralen offensiven Akteuren nicht gelang diesen Raum wirkungsvoll situativ zuzustellen. Und auf der rechten Seite blieb der Abstand zwischen Sami und Dinh zu gross um einander unterstützen zu können. Die Abwehr stand zwar meist 40 Meter vor dem eigenen Tor, musste sich aber, sobald der Ball zu einem MF Spieler von Emmenbrücke in offener Stellung kam, fallen lassen um nicht überspielt zu werden.

Anpassungen während des Spiels: Für die 2. Hälfte kam mit Mirco ein Wandspieler welcher auch manngedeckt Bälle situativ klatschen oder halten konnte. Die Bälle wurden nun geradliniger auf die Flanken gespielt und der Strafraum attackiert. Mit der Einwechlsung Rene’s als linker Flügelverteidiger wurde das megger Spiel rechtslastiger. Der linke offensive Halbraum blieb meist in der Auslösung unbesetzt um später von einm MF für Vorstösse genutzt zu werden. Mars wechselte auf rechts und zeigte sich oft als zweite Spitze zwischen den Verteidigern. Meggen hatte nun im rechten Raum permanent Ueberzahl und konnte mögliche Konter unterbinden. Nur wenige Zuspiel auf die heimischen Stürmer konnten nicht abgedeckt werden. Diese Situationen konnten aber dank genügend Staffelung entschärft werden, auch vom mitspielenden Torhüter Simi. Für die Endphase änderte Meggen nochmals die Ausrichtung. Kisi verliess die 4er Kette zuerst situativ um ins MF aufzurücken. Später spielte man ganz mit der 3-er Kette Dave-Sämi-Mischa. Das Dreieck Kisi-Fabu-Sevi rotierte nun unablässig in die Halbräume in der Offensive, rissen Löcher in die Abwehr oder liessen den Ball zirkulieren. Dies zerwarf komplett die heimische Manndeckung und führe zu zahlreichen Durchbrüchen und Hereingaben auf Rechts.

Fazit: Dank kontrolliertem Spielaufbau kam Meggen gut ins Mittelfeld. In der offensiven Zone fehlten dann aber die geeigneten Angriffsbewegungen. Meggen zeigte Schwächen in der Kompaktheit im Pressing und liess einige Kontervorstösse zu. Auch die Mannorientierung von Emmenbrücke überraschte den FC Meggen. Erst die Umstellung auf eine 3-er Kette brachte dank extremer Fluidität im Zentrum doch noch die Wende. Wenn auch spät! (MRK)

Endphase: Meggen spielte nun 3-5-2 mit vielen Rochaden im Zentrum und einem sehr offensivem Marcelo der wiederholt ins Angriffszentrum auswich. In die dadurch freiwerdenden Räume stiess dann abwechslungsweise einer der 3 zentralen MF Spieler. Durch diese fluiden Bewegungen konnten gegen Emmenbrücke in der Endphase noch 3 Tore erzielt werden

Endphase: Meggen spielte nun 3-5-2 mit vielen Rochaden im Zentrum und einem sehr offensivem Marcelo der wiederholt ins Angriffszentrum auswich. In die dadurch freiwerdenden Räume stiess dann abwechslungsweise einer der 3 zentralen MF Spieler. Durch diese fluiden Bewegungen konnten gegen Emmenbrücke in der Endphase noch 3 Tore erzielt werden

Next Post Previous Post